Primacom wurde 2021 vollständig in die Vodafone-Gruppe integriert, doch viele Bestandskunden zahlen heute mehr als neue Kunden für identische Leistungen. Wenn Sie einen Legacy-Vertrag halten, zahlen Sie möglicherweise erhöhte Gebühren, Router-Miete oder erhalten weniger moderne Infrastruktur als beim direkten Vodafone-Wechsel. Yafee zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Kündigungsrechte korrekt nutzen und versteckte Kosten vermeiden.
Die häufigsten Kündigungsgründe sind regelmäßige Preiserhöhungen ohne Leistungsverbesserung, unnötige Hardware-Mietgebühren und der Wunsch nach einem moderneren Anbieter. Bestandskunden mit alten Primacom-Verträgen zahlen oft deutlich mehr als Neukunden bei Vodafone zum selben Zeitpunkt. Das ist rechtlich problematisch und völlig nachvollziehbar, warum Sie kündigen möchten. Yafee unterstützt Sie dabei, Ihre Rechte zu kennen und die Kündigung regelkonform einzureichen.
Sind sie noch an vertragslaufzeiten gebunden?
Vor der Kündigung müssen Sie klären, in welcher Vertragsphase Sie sich befinden. Alte Primacom-Verträge unterliegen oft noch Mindestvertragslaufzeiten von 24 Monaten. Kündigen Sie innerhalb dieser Frist, zahlen Sie Stornogebühren oder der Vertrag verlängert sich automatisch. Nur nach Ablauf der Mindestlaufzeit ist eine kostenlose Kündigung möglich.
Überprüfen Sie Ihre Vertragsunterlagen oder kontaktieren Sie den Kundenservice, um das exakte Enddatum der Mindestlaufzeit zu erfahren. Dieses Datum ist entscheidend für Ihre Kündigungsplanung.
Welche gebühren entstehen nach der kündigung?
Bei Vertragsende müssen Sie alle Leihgeräte (Router, Modem, TV-Box) zurückgeben. Säumige Rückgaben führen zu Rücksendekosten zwischen 15 und 40 Euro pro Gerät. Manche Verträge enthalten zudem Bereitstellungsgebühren oder Hardware-Restgebühren, die noch fällig werden. Yafee rät Ihnen, alle Vertragsunterlagen vor der Kündigung gründlich zu prüfen, um unerwartete Rechnungen zu vermeiden.
Viele Bestandskunden kennen ihre genauen Kosten nicht, weil Primacom Preiserhöhungen oft stillschweigend durchführt oder Gebühren verborgen berechnungsweise einführt. Diese Tabelle zeigt typische Tarife für Legacy-Verträge, die noch unter dem Primacom-Namen laufen.
| Tarifname |
Geschwindigkeit (Download/Upload) |
Monatliche Kosten |
Router-Miete |
| Internet 50 |
50 / 5 Mbit/s |
29,99 Euro |
inkludiert |
| Internet 120 |
120 / 12 Mbit/s |
39,99 Euro |
inkludiert |
| Internet 250 |
250 / 25 Mbit/s |
49,99 Euro |
inkludiert |
| Internet 500 |
500 / 50 Mbit/s |
59,99 Euro |
inkludiert |
| Internet + Festnetz |
wie oben + unbegrenzte Telefonie |
+9,99 Euro bis +19,99 Euro |
inkludiert |
| Internet + TV |
wie oben + TV-Paket |
+14,99 Euro bis +24,99 Euro |
inkludiert |
Wichtiger Hinweis: Diese Tarife sind Durchschnittswerte. Ihre tatsächlichen Kosten variieren je nach Vertragsabschluss-Datum und möglichen Aktionskonditionen. Zusätzliche Gebühren für Bereitstellung, Hardware-Rücksendekosten oder technische Serviceleistungen können hinzukommen.
Versteckte kosten, die sie kennen sollten
Über die monatliche Grundgebühr hinaus fallen bei Primacom oft weitere Kosten an, die nicht sofort sichtbar sind. Router-Miete wird häufig in der Grundgebühr versteckt oder separat berechnet. Servicegebühren für Hardware-Austausch, Techniker-Einsätze und Rücksendekosten für Leihgeräte summieren sich schnell auf. Yafee empfiehlt Ihnen, diese Kostenpunkte vor der Kündigung zu klären, um böse Überraschungen bei der Abschlussrechnung zu vermeiden.
Ihre kündigungsrechte unter deutschem recht
Deutschland schützt Verbraucher durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), die Telekommunikationsgesetz (TKG) und die EU-Verbraucherrechte-Richtlinie. Diese Gesetze garantieren Ihnen transparente Kündigungsrechte und Schutz vor unangemessenen Klauseln.
Das bürgerliche gesetzbuch und ihre position
Gemäß BGB Paragraf 544 haben Sie das Recht, Dauerverträge mit einer Frist von vier Wochen zum Ende eines Kalendermonats zu kündigen, sofern keine längere Mindestvertragslaufzeit vereinbart wurde. Primacom-Altverträge enthalten oft 24-Monate-Laufzeiten, die diese Regelung verdrängen. Nach Ablauf dieser Frist greift wieder das gesetzliche vier-Wochen-Kündigungsrecht.
Ihre rechtliche Position: Sie können kostenfrei kündigen, sobald die Mindestlaufzeit abgelaufen ist. Verlangt Primacom Stornogebühren oder Verzögerungen, verstoßen Sie gegen BGB Paragraf 309. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) erzwingt die Einhaltung dieser Regeln. Yafee rät Ihnen, Ihre Kündigungsfrist schriftlich einzuhalten und Bestätigung zu fordern.
Telekommunikationsgesetz und preiserhöhungen
Das Telekommunikationsgesetz (TKG) Paragraf 43 gibt Ihnen das Recht, kostenfrei zu kündigen, wenn Primacom die Vertragsgebühren erhöht und Sie diese Erhöhung nicht akzeptieren. Viele Bestandskunden erhalten Preiserhöhungsmitteilungen ohne echte Leistungsverbesserungen - das ist ein legales Kündigungsrecht, das oft übersehen wird.
Wenn Sie eine Preiserhöhung erhalten, müssen Sie innerhalb einer Frist (meist 30 Tage nach Mitteilung) schriftlich widersprechen und kündigen. Tun Sie das nicht fristgerecht, gilt die Preiserhöhung als akzeptiert. Yafee empfiehlt Ihnen, Preiserhöhungsmitteilungen sofort zu dokumentieren und reagieren.
Primacom akzeptiert Kündigungen nur schriftlich per Post oder zertifizierter E-Mail. Telefonische oder mündliche Kündigungen sind nicht wirksam. So stellen Sie sicher, dass Ihre Kündigung rechtzeitig ankommt und dokumentiert ist.
Schritt 1: kündigungsfrist berechnen und datum ermitteln
Überprüfen Sie Ihr Vertragsdokument oder rufen Sie den Kundendienst unter der Nummer 01805 77 00 67 an. Erfragen Sie das exakte Enddatum der Mindestvertragslaufzeit. Notieren Sie dieses Datum sowie die gesetzliche vier-Wochen-Kündigungsfrist danach.
- Mindestlaufzeit endet am 15. März 2025? Dann können Sie zum 30. April 2025 kündigen (vier Wochen nach Laufzeitende)
- Haben Sie eine Preiserhöhung erhalten? Dokumentieren Sie das Mitteilungsdatum und die Widerspruchsfrist (meist 30 Tage)
Schritt 2: kündigungsschreiben verfassen
Verfassen Sie ein klares, schriftliches Kündigungsschreiben. Dieses muss folgende Informationen enthalten:
- Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse
- Ihre Kundennummer (auf der Rechnung zu finden)
- Das gewünschte Kündigungsdatum (nicht früher als die Frist erlaubt)
- Grund der Kündigung (optional, aber hilfreich bei Preiserhöhungen)
- Anforderung einer Kündigungsbestätigung
Yafee zeigt ein Musterbeispiel: "Hiermit kündige ich meinen Primacom-Vertrag (Kundennummer: 123456789) zum 30. April 2025. Ich bitte um schriftliche Bestätigung der Kündigung sowie Informationen zur Rückgabe von Leihgeräten."
Schritt 3: kündigung per einschreiben verschicken
Senden Sie das Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein an Vodafone/Primacom. Nutzen Sie nicht den normalen Brief - nur das Einschreiben beweist das Ankommensdatum rechtsverbindlich.
Adresse für Kündigungen:
- Vodafone Kündigungsmanagement
- Rheinsberger Straße 6
- 10115 Berlin
- Deutschland
Das Einschreiben kostet etwa 3,50 Euro bei der Deutschen Post und ist für Ihre rechtliche Sicherheit unverzichtbar.
Schritt 4: bestätigung anfordern und leihgeräte vorbereiten
Warten Sie auf die schriftliche Kündigungsbestätigung. Diese sollte das Kündigungsdatum, die letzte Abschlagsrechnung und Informationen zur Geräterückgabe enthalten. Bereiten Sie alle Leihgeräte vor:
- Router verpacken und Beschädigungen dokumentieren
- Modem, TV-Box und Stromkabel sammeln
- Bei beschädigten Geräten Fotos machen (beweist, dass der Schaden nicht von Ihnen verursacht wurde)
Schritt 5: geräte rechtzeitig zurückgeben
Primacom stellt Ihnen ein Rücksendelabel zur Verfügung oder arrangiert einen Termin. Versenden Sie die Geräte rechtzeitig, um Rücksendegebühren zu vermeiden. Behalten Sie den Versandbeleg - dieser beweist die Rückgabe.
Was geschieht nach der kündigung
Nach der Kündigung erhalten Sie ein Abschlussrechnung, auf der verbleibende Kosten aufgelistet sind. Überprüfen Sie diese gründlich, um Gebührenfehler zu identifizieren.
Abschlussrechnung prüfen
Die Abschlussrechnung muss enthalten: Kosten bis zum Kündigungsdatum, Rückerstattung von Guthaben (falls vorhanden), Router-Rücksendegebühren und mögliche Hardware-Restgebühren. Rechnen Sie nach, ob alle Positionen korrekt sind.
Finden Sie einen Fehler, widersprechen Sie schriftlich innerhalb von 4 Wochen. Yafee rät Ihnen, diese Frist unbedingt einzuhalten - danach gelten fehlerhafte Rechnungen als akzeptiert.
Rückerstattungen und guthaben
Haben Sie Guthaben auf Ihrer Primacom-Rechnung, wird dieses auf Ihr Bankkonto zurückerstattet. Dies dauert in der Regel 5-10 Werktage. Überprüfen Sie Ihre Kontoauszüge, um sicherzustellen, dass die Rückerstattung ankommt. Fehlt das Geld nach 2 Wochen, kontaktieren Sie sofort den Kundendienst.
Die meisten Probleme entstehen durch falsche Kündigungsform oder fehlende Dokumentation. Yafee zeigt Ihnen, wie Sie diese Fehler vermeiden.
Fehler 1: telefonische oder mündliche kündigung
Primacom akzeptiert nur schriftliche Kündigungen per Post oder zertifizierter E-Mail. Telefonieren Sie mit dem Kundendienst und erhalten Sie eine "mündliche Kündigungsbestätigung", ist diese nicht rechtsgültig. Der Vertrag läuft weiter, und Sie zahlen weiterhin Gebühren. Nutzen Sie ausschließlich schriftliche Kommunikation mit Nachweis (Einschreiben oder E-Mail mit Lesenbestätigung).
Fehler 2: zu kurze kündigungsfrist
Kündigen Sie vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit, lehnt Primacom die Kündigung ab oder verlangt Stornogebühren. Berechnen Sie die Frist genau: vier Wochen nach Ende der Mindestlaufzeit, nicht vier Wochen ab sofort. Ein Fehler um wenige Tage kann teuer werden.
Fehler 3: keine bestätigung fordern
Immer fordern Sie schriftliche Kündigungsbestätigung an. Ohne diese können Sie nicht beweisen, dass Primacom die Kündigung erhalten hat. Im Zweifelsfall zahlen Sie weiterhin Gebühren oder erhalten eine Rechnung für unerwartete Kosten. Dokumentieren Sie alles schriftlich.
Fehler 4: leihgeräte nicht zurückgeben
Vergessen Sie, Leihgeräte zurückzugeben, zahlen Sie Rücksendegebühren zwischen 15 und 40 Euro pro Gerät. Sammeln Sie alle Router, Modems und TV-Boxen, verpacken Sie diese sorgfältig und versenden Sie rechtzeitig. Behalten Sie den Versandbeleg als Beweis.
Wenn Primacom oder Vodafone Ihre Kündigung ablehnt, unberechtigte Gebühren verlangt oder Leihgeräte nicht einzieht, haben Sie Rechtsschutz.
Beschwerden bei der bundesnetzagentur (BNetzA)
Die Bundesnetzagentur ist die zuständige Regulierungsbehörde für Telekommunikation in Deutschland. Sie erzwingt die Einhaltung des TKG und BGB bei Anbietern wie Vodafone. Können Sie sich mit Vodafone nicht einigen, reichen Sie eine Beschwerde bei der BNetzA ein:
- Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
- Beschwerdemanagement
- Tulpenfeld 4
- 53113 Bonn
- Deutschland
- E-Mail: beschwerde(at)bnetza.de
Yafee empfiehlt Ihnen, schriftlich zu beschweren und alle Dokumente (Kündigungsschreiben, Abschlussrechnung, E-Mails) beizufügen. Die BNetzA prüft den Fall kostenlos für Sie.
Verbraucherschutzbehörden und ombudsstelle
Neben der BNetzA können Sie die Verbraucherzentralen Ihres Bundeslandes kontaktieren. Diese bieten kostenlose Rechtsberatung und Unterstützung bei Streitigkeiten. Es gibt auch eine Schlichtungsstelle für Telekommunikation, die Konflikte zwischen Kunden und Anbietern kostenlos vermittelt.
| Schritt |
Was tun |
Status |
| Vertragsunterlagen prüfen |
Kündigungsfrist und Enddatum notieren |
☐ |
| Kundenservice kontaktieren |
Bei Fragen zur Laufzeit anrufen: 01805 77 00 67 |
☐ |
| Kündigungsschreiben verfassen |
Alle erforderlichen Daten einfügen, Unterschrift nicht vergessen |
☐ |
| Einschreiben versenden |
Per Einschreiben mit Rückschein an Vodafone/Primacom |
☐ |
| Bestätigung abwarten |
Schriftliche Kündigungsbestätigung prüfen |
☐ |
| Geräte vorbereiten und versenden |
Router, Modem, TV-Box zurückgeben, Versandbeleg aufbewahren |
☐ |
Nach der Kündigung wechseln viele Primacom-Kunden direkt zu Vodafone oder einem anderen Anbieter wie O2, Telekom oder regional verfügbaren Anbietern. Yafee rät Ihnen, Angebote zu vergleichen - häufig erhalten Sie als Neukunde bessere Konditionen als Ihr alter Primacom-Vertrag bot.
Informieren Sie sich über Verfügbarkeit in Ihrer Region, Geschwindigkeiten und Zusatzkosten, bevor Sie einen neuen Vertrag abschließen. Nutzen Sie Vergleichsportale, um sicherzustellen, dass Sie nicht erneut in eine teure Vertragsfalle tappen.
Zusammenfassung: sicher und rechtssicher kündigen mit yafee
Primacom-Verträge sind oft teuer und unflexibel. Das Bürgerliche Gesetzbuch und das Telekommunikationsgesetz schützen Sie, doch nur wenn Sie die Kündigungsfrist genau beachten und schriftlich vorgehen. Yafee hat tausenden Verbrauchern geholfen, ihre Telecom-Verträge kostenlos zu beenden und versteckte Gebühren zu vermeiden.
Zusammengefasst: Ermitteln Sie Ihre genaue Kündigungsfrist, verfassen Sie ein formales Kündigungsschreiben, versenden Sie dieses per Einschreiben mit Rückschein, fordern Sie schriftliche Bestätigung an, geben Sie Leihgeräte pünktlich zurück und prüfen Sie die Abschlussrechnung. Yafee empfiehlt Ihnen, alle Dokumente aufzubewahren - falls Vodafone später Gebühren verlangt, haben Sie Beweise. Bei Konflikten kontaktieren Sie die Bundesnetzagentur. Yafee unterstützt Sie bei jedem Schritt dieses Prozesses und stellt sicher, dass Sie Ihre Rechte vollständig nutzen.
Haben Sie Fragen zu Ihrer Kündigung? Yafee bietet kostenlose Beratung und Musterschreiben für Ihren Kündigungsprozess. Besuchen Sie yafee.com, um Ihre Kündigung sofort einzuleiten und Geld zu sparen.