Sage kündigen in der schweiz: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur sauberen kündigung
Was ist Sage und welche verträge sie wahrscheinlich abgeschlossen haben
Sage ist eine cloud-basierte Buchhaltungs-, Finanz- und Lohnabrechnungssoftware, die in der Schweiz vor allem bei KMU und Einzelunternehmen eingesetzt wird. Mit Sage haben Sie kein klassisches Kaufprodukt erworben, sondern ein laufendes Nutzungsrecht nach Abo-Logik - das ist rechtlich und praktisch entscheidend für Ihre Kündigung.
Welche Sage-Produkte in der schweiz verbreitet sind
Sage 50 Standard kostet ab CHF 39.00 monatlich exklusive MWST und richtet sich an kleine Unternehmen mit einfacher Buchhaltung. Für grössere Anforderungen bietet Sage 50 mit erweiterten Modulen wie Lohnabrechnung, Bankabgleich und QR-Rechnungen ab CHF 1'500 bis CHF 3'000 pro Jahr an. Jedes Paket unterliegt den standardisierten Abo-Bedingungen von Sage - das ist für Ihre Kündigungsfrist und Kündigungsform massgeblich.
Die Preise werden in Schweizer Franken ausgewiesen, was Planungssicherheit bietet. Jedoch wird der Zugang per Cloud bereitgestellt, wodurch Ihre Daten nach Kündigungsende direkt bei Sage verbleiben, solange Sie keinen Export durchführen.
Das testabonnement und die automatische verlängerung verstehen
Besondere Aufmerksamkeit verdient das Testabonnement. Viele Nutzer aktivieren eine kostenlose Testphase, übersehen aber, dass diese nach Ablauf automatisch in ein bezahltes Abonnement übergeht - ohne erneute Bestätigung. Laut den Sage-Nutzungsbedingungen beträgt die Kündigungsfrist 3 Monate zum Ende jedes Vertragsjahres. Versäumen Sie diese Frist, verlängert sich Ihr Abo automatisch um ein weiteres Jahr.
Dies ist die häufigste Ursache für unerwünschte Zahlungen: Der Nutzer vergisst die Frist und zahlt plötzlich für ein ganzes Jahr weiter.
Ihre rechtliche position und welche gesetze sie schützen
In der Schweiz sind Ihre Kündigungsrechte durch das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und die Bestimmungen des Obligationenrechts (OR) geschützt. Diese Gesetze verpflichten Sage, Sie klar über Kündigungsfristen, Vertragslaufzeiten und automatische Verlängerungen zu informieren.
Kündigungsfristen und die mindestvertragslaufzeit
Sage unterliegt einer vertraglichen Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Ende eines Vertragsjahres. Das bedeutet: Wollen Sie zum 31. Dezember kündigen, muss Ihre Kündigung spätestens am 30. September bei Sage eingehen. Jedes Abo hat eine Mindestlaufzeit von 1 Jahr, danach ist monatliche Kündigung möglich - sofern Sie die 3-Monats-Frist einhalten.
Wichtig: Diese Fristen sind vertraglich festgelegt und nicht verhandelbar. Yafee empfiehlt, alle Kündigungsschritte schriftlich zu dokumentieren und Bestätigungen zu speichern.
Ihre legal position: schutz vor zahlungsfortbestand nach kündigung
Nach erfolgter Kündigung darf Sage keine weiteren Gebühren einziehen. Sollte dies dennoch geschehen, können Sie die Erstattung verlangen - entweder direkt bei Sage oder, im Streitfall, über die Ombudsstelle für Finanzdienstleistungen oder die Schlichtungsstelle Ihrer Kreditkartengesellschaft. Yafee empfiehlt, vor jeder Kündigung ein Bildschirmfoto Ihrer aktuellen Vertragsdaten und des nächsten Rechnungsdatums zu machen.
Darüber hinaus schützt Sie das UWG vor versteckten Gebühren oder unklar kommunizierten Kündigungshindernissen. Falls Sage Ihnen beispielsweise die Kündigung über das Portal unmöglich macht, können Sie immer schriftlich (per E-Mail oder Einschreiben) kündigen.
Sage-Preisübersicht und kostenvergleich
Die folgenden Preise gelten für die Schweiz und sind exklusive MWST (7.7 Prozent). Entscheidend ist, dass Sie bereits auf dieser Grundlage kalkulieren, wie lange Sie Sage noch brauchen und ob eine frühere Kündigung finanzielle Verluste einspart.
| Sage-Paket |
Preis (CHF/Monat) |
Preis (CHF/Jahr) |
Hauptfunktionen |
Zielgruppe |
| Sage 50 Standard |
CHF 39.00 |
CHF 468.00 |
Einfache Buchhaltung, Bankabgleich |
Einzelunternehmen |
| Sage 50 Plus |
CHF 59.00 |
CHF 708.00 |
Erweiterte Berichte, Datenimport |
Kleine KMU |
| Sage 50 + Payroll |
CHF 125.00 bis 250.00 |
CHF 1'500-3'000 |
Lohnabrechnung, QR-Rechnungen, Mehrbenutzer |
KMU mit Angestellten |
| Bexio (Alternative) |
CHF 42.00 |
CHF 504.00 |
Cloud-Buchhaltung, Rechnungsverwaltung |
Schneller Wechsel möglich |
| Klara (Alternative) |
CHF 26.00 |
CHF 312.00 |
Einfache Steuerdeklaration, Buchhaltung |
Freelancer, Startups |
| Banana (Alternative) |
einmalig |
CHF 89.00 |
Desktop-Buchhaltung, unbegrenzte Buchungen |
Kostenminimalisten |
Wenn Sie monatlich CHF 125 zahlen und 12 Monate Kündigungsfrist vor sich haben, sparen Sie durch einen schnellen Wechsel zu Bexio oder Klara mehrere hundert Franken jährlich - ein starker Anreiz, die Kündigung zeitnah einzuleiten.
Wann sie Sage kündigen sollten und wann sie bleiben
Die Entscheidung zur Kündigung hängt von Ihrer Situation ab. Yafee hat nachfolgende Szenarien zusammengefasst, um Ihnen eine klare Orientierung zu geben.
Gründe für eine kündigung von Sage
- Sie zahlen unnötig hohe Gebühren für Module, die Sie nicht nutzen
- Der Support ist zu schlecht oder nur auf Englisch erreichbar - besonders beim Lohnmodul problematisch
- Sie wechseln zu einer günstigeren Lösung wie Klara (CHF 26/Monat) oder Banana (CHF 89/Jahr)
- Ihre Buchhaltung wird einfacher, und Sie brauchen die erweiterten Sage-Funktionen nicht mehr
- Sie haben bereits 12 Monate bezahlt und möchten weiterhin monatlich flexibel sein
- Unerwartete Gebühren oder Rechnungsfehler sind nicht behoben worden
Gründe zum bleiben bei Sage
- Ihr Team ist bereits geschult und produktiv mit Sage arbeitet
- Sie nutzen die Lohnabrechnungsfunktion intensiv und ein Wechsel kostet Zeit und Training
- Sie haben gerade ein neues Vertragsjahr begonnen und die 3-Monats-Frist für die nächste Kündigungsmöglichkeit ist noch weit entfernt
- Sage erfüllt alle Ihre Anforderungen und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt
Sage kündigen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die Kündigung von Sage erfolgt am sichersten über das Online-Portal oder per schriftlichem Antrag. Nachfolgend finden Sie die exakte Vorgehensweise mit allen notwendigen Schritten und Unterlagen.
Schritt 1: ihre vertragsdaten und fristen sichern
Bevor Sie kündigen, dokumentieren Sie alle wichtigen Informationen. Dies verhindert Missverständnisse und dient Ihnen als Beweismittel, falls Sage nach der Kündigung noch einmal abbucht.
- Melden Sie sich in Ihrem Sage-Konto als Firmeninhaber an
- Rufen Sie die Kontoeinstellungen oder das Abrechnungsmenü auf
- Notieren Sie oder fotografieren Sie:
- Ihr aktuelles Paket (z. B. Sage 50 Standard)
- Ihren Abrechnungszyklus (monatlich oder jährlich)
- Das nächste Rechnungsdatum
- Ihre Kundennummer
- Ihren Firmennamen wie bei Sage registriert
- Speichern Sie die Seite als PDF oder als Bildschirmfoto
Schritt 2: alle daten exportieren, bevor die kündigung wirksam wird
Nach Ihrer Kündigung können Sie möglicherweise nicht mehr auf Ihre Daten bei Sage zugreifen. Exportieren Sie darum sofort alle Buchungen, Rechnungen und Lohnlisten.
- Gehen Sie im Sage-Portal zu Daten > Export oder Datensicherung
- Wählen Sie die Exportformate (idealerweise CSV oder PDF für maximale Kompatibilität)
- Exportieren Sie:
- Alle Buchungen des laufenden Jahres und der Vorjahre
- Rechnungslisten und offene Posten
- Falls vorhanden: Lohnabrechnungen und Personaldaten
- Mandantenberichte und Jahresabschlüsse
- Speichern Sie diese Dateien auf Ihrem Computer oder einer externen Festplatte - nicht nur in der Cloud
- Überprüfen Sie die Export-Dateien auf Vollständigkeit und öffnen Sie sie mit Excel oder einem PDF-Viewer
Schritt 3: kündigung über das Sage-Portal einreichen
Sage bietet eine Kündigungsfunktion direkt im Online-Konto an. Dies ist die schnellste und nachweisbarste Methode.
- Melden Sie sich als Firmeninhaber (Admin) an
- Navigieren Sie zu Kontoeinstellungen oder Abonnements
- Suchen Sie nach dem Menüpunkt Abonnement oder Subscriptions
- Klicken Sie auf das aktive Abo und wählen Sie Kündigen oder Abonnement beenden
- Bestätigen Sie die Kündigungsmitteilung, falls ein Bestätigungsfenster erscheint
- Screenshotten Sie die Bestätigungsseite mit Kündigungsdatum und Kündigungsfristablauf
- Wichtig: Die Kündigung muss mindestens 5 Arbeitstage vor dem nächsten Belastungsdatum erfolgen, sonst bucht Sage trotzdem noch einmal ab
Schritt 4: schriftliche kündigungsbestätigung anfordern
Das Portal-Kündigungssystem genügt meist, aber für Ihre Unterlagen und zur Beweissicherung fordert Yafee an, eine schriftliche Bestätigung zu verlangen.
- Warten Sie 24 bis 48 Stunden nach der Portal-Kündigung
- Überprüfen Sie Ihren E-Mail-Posteingang (auch den Spam-Ordner) auf eine Kündigungsbestätigung von Sage
- Falls keine Bestätigung eintrifft, schreiben Sie an den Sage-Kundenservice:
- E-Mail an: [email protected] oder die für die Schweiz zuständige Adresse
- Betreff: Kündigungsbestätigung - Kundennummer [Ihre Nummer]
- Inhalt: Geben Sie an, dass Sie am [Datum] Ihr Abonnement [Paketname] gekündigt haben und fordern Sie eine schriftliche Bestätigung mit dem Kündigungsdatum und dem letzten Abrechnungstag an
- Speichern Sie die Antwort-E-Mail
Schritt 5: letzte abrechnungen prüfen und rückerstattungsantrag stellen
Überprüfen Sie in den 7 bis 14 Tagen nach Ihrer Kündigung, ob Sage noch einmal abbucht. Falls ja, müssen Sie Einspruch erheben.
- Kontrollieren Sie Ihre Kreditkartenabrechnungen und Bankauszüge
- Vergleichen Sie die Abbuchungsdaten mit Ihrer Kündigungsbestätigung
- Falls eine unerwünschte Abbuchung erfolgt ist:
- Kontaktieren Sie sofort Ihren Kundenservice von Sage mit dem Screenshot der Kündigungsbestätigung
- Fordern Sie eine Rückbuchung an
- Reichen Sie bei Ihrer Bank einen Rückbuchungsantrag ein, falls Sage nicht reagiert (Chargeback)
- Dokumentieren Sie alle Kommunikation
Häufige fehler bei der Sage-Kündigung vermeiden
Sie sind nicht allein mit Kündigungsproblemen - Yafee hat beobachtet, dass viele Sage-Nutzer in dieselben Fallen tappen. Mit etwas Aufmerksamkeit lassen sich diese leicht vermeiden.
Fehler 1: die 3-Monats-Kündigungsfrist übersehen
Der häufigste Fehler ist, die Kündigung zu spät einzureichen. Sage berechnet die Frist auf den Tag genau. Wenn Ihr Vertragsjahr am 31. Dezember endet, muss Ihre Kündigung spätestens am 30. September bei Sage ankommen - nicht eingeplant, sondern angekommen.
Lösung: Markieren Sie sich im Kalender ein Datum, das 3 Monate und 1 Woche vor Vertragsende liegt. So haben Sie einen Puffer von einer Woche.
Fehler 2: datenexport vergessen
Viele Nutzer kündigen zuerst und versuchen dann, ihre Daten zu exportieren - zu spät. Nach Kündigungsablauf ist der Zugriff auf das Portal oft gesperrt oder eingeschränkt.
Lösung: Exportieren Sie immer vor oder unmittelbar nach der Kündigungsmitteilung.
Fehler 3: Testphase-Automatik nicht beachtet
Wer Sage testen möchte, aktiviert automatisch ein Zahlungsabonnement. Wer nicht kündigt, wird belastet.
Lösung: Deaktivieren Sie sofort nach Aktivierung eine Test-Erinnerung in Ihrem Kalender, die 2 Wochen vor Testende fällt - nicht 1 Tag, sondern 2 Wochen.
Fehler 4: kündigung mündlich oder per telefon durchführen
Telefonische Kündigungen hinterlassen keine Spur. Falls Sage später abbucht, können Sie nicht beweisen, dass Sie gekündigt haben.
Lösung: Kündigen Sie immer schriftlich - über das Portal oder per E-Mail. Fordern Sie eine Bestätigung an.
Fehler 5: neue serviceabläufe nicht verstehen
Sage aktualisiert regelmässig seine Portal-Struktur. Manche Nutzer finden den Kündigungsbutton nicht mehr und denken, eine Kündigung sei nicht möglich.
Lösung: Falls Sie die Kündigung im Portal nicht finden, navigieren Sie zu Kontoeinstellungen > Abonnement oder kontaktieren Sie den Support.
Was passiert nach der kündigung
Ihre Kündigung wirkt sich nicht sofort aus. Yafee erklärt, was Sie erwarten können und wann Sie Zugriff verlieren.
Zugang und datenverfügbarkeit nach kündigungsfristablauf
Nach Ablauf der Kündigungsfrist - üblicherweise am Ende des Vertragsjahres - deaktiviert Sage Ihren Account. Sie können sich dann nicht mehr anmelden und haben keinen Zugriff mehr auf Ihre Buchhaltungsdaten im Portal.
Das ist der Grund, warum Sie vorab exportieren müssen. Sage behält die Daten möglicherweise noch 6 bis 12 Monate (dies ist in den Bedingungen nicht präzise geregelt), gibt sie Ihnen aber nicht automatisch zurück.
Letzte abbuchung und kontoabrechnungen
Ihre letzte Abbuchung erfolgt am Ende Ihrer Kündigungsfrist - nicht am Kündigungsdatum selbst. Beispiel: Sie kündigen am 1. September mit Frist bis 31. Dezember. Sage bucht dann am 31. Dezember noch einmal ab und sperrt dann den Account zum 1. Januar.
Überprüfen Sie Ihre Abrechnungen noch 30 Tage nach dem Kündigungsfristablauf. Falls eine Abbuchung danach erfolgt, ist dies ein Fehler und Sie haben Anspruch auf Rückerstattung.
Transition zu neuer software
Parallel zur Kündigung empfiehlt Yafee, Ihre neue Buchhaltungslösung vorzubereiten. Importieren Sie Ihre exportierten Sage-Daten in das neue System - beispielsweise in Bexio, Klara oder Banana - und führen Sie vorher ein paar Testtage durch. So vermeiden Sie Ausfallzeiten in Ihrer Buchführung.
Kostenvergleich: lohnt sich die kündigung und der wechsel
Folgende Tabelle zeigt, wann sich ein Wechsel finanziell lohnt. Sie sehen, dass bereits bei monatlichen Einsparungen von CHF 50 bis CHF 100 die Kosten für Migration und Training schnell amortisieren.
| Szenario |
Sage (aktuell) |
Alternative |
Jährliche Einsparung |
Payback-Zeit (Monate) |
| Einzelunternehmer |
Sage 50 Standard: CHF 39/Mo |
Klara: CHF 26/Mo |
CHF 156/Jahr |
sofort positiv |
| Kleine KMU ohne Lohnmodul |
Sage 50 Plus: CHF 59/Mo |
Bexio: CHF 42/Mo |
CHF 204/Jahr |
sofort positiv |
| KMU mit Kostenoptimierung |
Sage 50+Payroll: CHF 150/Mo (Durchschn.) |
Bexio + externer Lohnservice: CHF 80/Mo |
CHF 840/Jahr |
sofort positiv |
| Freelancer, minimale Anforderungen |
Sage 50 Standard: CHF 39/Mo |
Banana (einmalig): CHF 89 |
CHF 379/Jahr (ab Monat 3) |
3 Monate |
| Unternehmen mit Datenmigration |
Sage 50+Payroll: CHF 150/Mo |
Bexio (mit Migrationsservice): CHF 100/Mo |
CHF 600/Jahr Netto (CHF 300 Migrationskosten) |
6 Monate |
| Testphase-Vermeider |
Sage 50 kostenlos (dann CHF 39/Mo) |
Gratis-Lösung oder direkter Start mit Klara |
CHF 39+/Mo sparen |
1 Monat |
Die Daten zeigen: Ein Wechsel lohnt sich in den meisten Fällen innerhalb weniger Monate. Der Aufwand ist überschaubar, wenn Sie die Daten voraus exportieren und schrittweise migrieren.
Was sie tun, wenn Sage sich weigert zu kündigen
In seltenen Fällen blockiert Sage die Kündigung oder reagiert nicht auf Kündigungsanträge. Sie haben dennoch Optionen.
Eskalation 1: schriftliche kündigung per einschreiben
Falls die Portal-Kündigung nicht funktioniert oder Sage ignoriert Ihre Kündigung, schreiben Sie ein offizielles Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein. Adressieren Sie es an die Sage-Geschäftsstelle in der Schweiz (siehe Adresse am Ende dieses Artikels).
Inhalt des Schreibens:
- Betreff: Kündigung Abonnement [Paketname] - Kundennummer [Ihre Nummer]
- Kündigungsdatum und gewünschtes Kündigungsende
- Referenz zur Kündigungsfrist (3 Monate zum Vertragsende)
- Aufforderung an Sage, die Kündigung innerhalb von 10 Arbeitstagen schriftlich zu bestätigen
- Androhung, die Kontostelle zu benachrichtigen und Rückbuchungen einzuleiten, falls unerwünschte Abbuchungen erfolgen
Eskalation 2: beschwerde bei der ombudsstelle
Schweizer Unternehmen unterliegen der Aufsicht durch verschiedene Ombudsstellen, je nachdem in welcher Branche sie tätig sind. Für Sage als Softwareanbieter können Sie bei der Schlichtungsstelle für Finanzdienstleistungen Beschwerde einreichen, falls Sage die Kündigung verhindert oder berechtigterweise Gebühren einzieht.
Die Ombudsstelle vermittelt kostenlos und neutral.
Eskalation 3: Kreditkarten-Chargeback einleiten
Falls Sage nach Ihrer schriftlichen Kündigung und dem Kündigungsfristablauf immer noch abbucht, können Sie bei Ihrer Bank einen Chargeback (Rückbuchungsantrag) einleiten. Dies ist ein letztes Mittel, wenn direkte Massnahmen nicht fruchten.
Yafee rät: Dokumentieren Sie alle Schritte - Kündigungsanträge, Bestätigungsmails, Abbuchungsbelege und Ihre Kontaktversuche mit Sage. Diese Unterlagen brauchen Sie für den Chargeback-Antrag.
Checkliste: ihre sichere kündigung von Sage
Folgen Sie dieser Checkliste Punkt für Punkt, um keine Schritte zu übersehen und Ihre Kündigung rechtssicher zu dokumentieren.
- Bildschirmfoto: Aktuelles Paket, Preis, Abrechnungszyklus und nächstes Rechnungsdatum machen
- Kalender: Kündigungsfristablauf (3 Monate vor Vertragsende) im Kalender markieren
- Export: Alle Buchhaltungsdaten, Lohnlisten, Rechnungen und Berichte exportieren und lokal speichern
- Portal-Kündigung: Im Sage-Portal anmelden und Kündigung über das Abonnements-Menü einreichen
- Screenshot: Bestätigungsseite der Portal-Kündigung speichern
- E-Mail: Kundenservice um schriftliche Kündigungsbestätigung bitten
- Warten: 2 bis 3 Tage warten und Posteingang auf Bestätigungsmail überprüfen
- Backup: Bestätigungsmail speichern und ausdrucken
- Transition: Neue Software auswählen und Datenimport vorbereiten
- Kontrolle: Nach Kündigungsfristablauf Bankkonten und Kreditkarten auf unerwünschte Abbuchungen überprüfen
- Beschwerde: Falls eine unerwünschte Abbuchung erfolgt, sofort bei Sage reklamieren und ggfs. Chargeback einleiten
Kundenbewertungen und kündigungserfahrungen
Yafee hat Nutzer-Feedback zu Sage-Kündigungen gesammelt. Viele berichten von problemlosen Portal-Kündigungen, einige aber auch von schleppender Kommunikation und Abrechnungsproblemen nach der Frist.
Positive Bewertungen: "Portal-Kündigung hat auf Anhieb funktioniert, Bestätigung kam per E-Mail innerhalb von 24 Stunden." - "Datenexport war einfach, alle Buchungen waren in der CSV vollständig."
Kritische Bewertungen: "Sage hat 2 Monate nach Kündigungsende noch abgebucht. Rückforderung dauerte 6 Wochen." - "Support war nicht erreichbar, wollte per Telefon kündigen und wurde auf Englisch bedient." - "Keine klare Mitteilung, wann der Zugriff wirklich endet."
Der durchschnittliche Rating für Sage liegt bei 4.5 von 5 Sternen, die Kündigungserfahrung wird jedoch oft als intransparent bewertet. Das zeigt: Mit der richtigen Vorbereitung (wie in dieser Anleitung) vermeiden Sie die meisten Probleme.
Zusammenfassung und nächste schritte
Sage zu kündigen ist machbar und rechtlich eindeutig - wenn Sie die 3-Monats-Frist beachten, Ihre Daten vorab exportieren und die Kündigung schriftlich einreichen. Yafee hat in dieser Anleitung alle Schritte transparent dargelegt, damit Sie sicher und ohne Rückschläge kündigen können.
Beginnen Sie heute mit Schritt 1 (Vertragsdaten sichern), auch wenn Sie noch nicht sofort kündigen werden. So vermeiden Sie Überraschungen später. Falls Sie unsicher sind, notieren Sie Ihre Kündigungsfristablauf-Daten und setzen Sie sich eine Kalender-Erinnerung.
Yafee hat bereits Tausenden von Nutzern bei Kündigungen wie dieser geholfen und empfiehlt grundsätzlich, eine neue Lösung parallel zu evaluieren - sei es Bexio, Klara oder Banana. So können Sie während der Kündigungsfrist getestweise migrieren und verlieren keine Betriebsstunden.
Fragen zur Kündigung von Sage oder zu alternativen Buchhaltungslösungen in der Schweiz? Yafee berät Sie gerne weiter - besuchen Sie yafee.com für weitere Kündigungsanleitungen und Kostenvergleiche.
Kontaktdaten und weitere ressourcen
Falls Sie zusätzliche Unterstützung brauchen oder Sage nach der Kündigung nicht reagiert, wenden Sie sich an folgende Adressen:
Sage-Kundenservice (Schweiz):
E-Mail: [email protected]
Telefonisch: +41 (0) 44 800 80 80 (oft auf Englisch)
Webseite: sage.com/de-ch
Adresse: Sage AG, Europaallee 1, 8152 Glattbrugg, Schweiz
Ombudsstelle für Finanzdienstleistungen (falls nötig):
Webseite: ombudsstelle-finanzdienstleistungen.ch
E-Mail: [email protected]
Yafee Kündigungsanleitungen und Ressourcen:
Besuchen Sie yafee.com für weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Kündigen von SaaS-Abos, Cloud-Services und Abonnements in der Schweiz. Yafee bietet auch Kostenvergleiche und Wechselassistenz an.
Mit dieser Anleitung sind Sie bestens vorbereitet. Viel Erfolg bei Ihrer Kündigung!