Salesforce in der schweiz kündigen: rechtliche schritte und klare abläufe
Was Salesforce ist und warum kündigungen kompliziert wirken
Salesforce ist eine weltweit verbreitete Cloud-Plattform für Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und wurde 1999 gegründet. Das Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco bietet cloudbasierte Werkzeuge für Vertrieb, Marketing, Kundendienst, Datenanalyse und Geschäftsautomatisierung an. In der Schweiz nutzen vor allem mittlere und grössere Unternehmen das System zur zentralisierten Verwaltung ihrer Kundenkontakte und Verkaufsprozesse.
Der Knackpunkt bei einer Kündigung liegt darin, dass Salesforce typischerweise als Unternehmensvertrag strukturiert ist. Sie zahlen nicht für ein einfaches Adressbuch, sondern für komplette Prozessketten mit automatischen Verlängerungen, festgesetzten Laufzeiten und pro-Nutzer-Lizenzen. Das bedeutet: Viele Nutzer verpflichten sich unbemerkt für ein ganzes Jahr oder länger, und ohne schriftliche Mitteilung 30 Tage vor Vertragsende läuft die Verlängerung automatisch weiter.
Das leistungsangebot von Salesforce
Sie zahlen bei Salesforce für ein integriertes System aus Kontaktverwaltung, Verkaufschancenmanagement, Berichte und Dashboards, Service-Cloud für Kundenbetreuung, E-Commerce-Funktionen und teilweise KI-gestützte Automatisierung. Je nach gewähltem Paket und Unternehmensgrösse umfasst das Angebot umfangreiche Funktionen, die weit über die blosse Verwaltung von Adressen hinausgehen.
Viele Schweizer Unternehmen stellen bei der Kündigung fest, dass sie nur einen Bruchteil der bezahlten Funktionen nutzen. Das führt häufig zur Frustration und zum Wunsch, das Abo zu beenden.
Salesforce in der schweiz: rechtlicher rahmen und sprachenfrage
In der Schweiz ist Salesforce primär auf Geschäftskunden ausgerichtet. Rechnungen und Verträge können auf die Schweiz ausgestellt werden, und laut den vorliegenden Vertragsbestimmungen gilt schweizer Recht. Das ist vorteilhaft, denn es bedeutet, dass Sie sich beim Thema Verbraucherschutz auf das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und das Schweizer Obligationenrecht stützen können.
Ein bekanntes Problem: Der telefonische Support funktioniert in der Schweiz oft nur auf Englisch, obwohl deutschsprachige Hilfeseiten vorhanden sind. Deshalb sollten Sie Ihre Kündigung schriftlich einreichen und eine Bestätigung dokumentieren.
Preisgestaltung bei Salesforce
Die Kosten für Salesforce werden transparent dargelegt, variieren aber je nach Paket und Anzahl der Nutzer erheblich.
| Paket |
Monatliche Gebühr (CHF) |
Jährliche Alternative |
Typische Nutzergruppe |
| Essential / Starter |
ab CHF 25 |
Rabatt möglich |
Kleine Teams, Vertrieb |
| Professional |
CHF 100-150 |
CHF 1000-1500 |
Mittlere Unternehmen |
| Enterprise |
CHF 300-500 |
CHF 3000-5000+ |
Grosse Organisationen |
| Unlimited |
CHF 500+ |
CHF 5500+ |
Spezialausführungen |
| Branchenlösungen (z.B. Service Cloud) |
CHF 50-550 |
Nach Vereinbarung |
Kundenservice, Spezialisationen |
Beachten Sie, dass die meisten Tarife pro Nutzer pro Monat berechnet werden. Ein Team mit fünf Nutzern zahlt also das Fünffache des Einzeltarifs. Viele Verträge enthalten zudem Mindestabnahmeverpflichtungen und automatische Verlängerungsklauseln.
Wann sie Salesforce kündigen sollten und wann nicht
Eine Kündigung ergibt Sinn, wenn Sie feststellen, dass die Plattform nicht zu Ihren Anforderungen passt, die Nutzeranzahl gestiegen ist und die Kosten aus dem Ruder laufen, oder wenn Sie auf ein anderes CRM-System migrieren möchten. Bevor Sie kündigunge einreichen, prüfen Sie, ob ein Tarifwechsel günstiger wäre oder ob der aktuelle Vertrag flexible Anpassungsclauseln enthält.
Sie sollten nicht kündigen, wenn Sie sich noch in der Anfangsphase der Implementierung befinden oder wenn eine kurzfristige Leistungssteigerung durch Schulung oder bessere Nutzung der vorhandenen Funktionen möglich ist. Yafee empfiehlt, vor jeder Kündigung die aktuelle Nutzung zu analysieren, damit Sie nicht ein System verlassen, das noch nicht vollständig ausgeschöpft ist.
Ihre rechtliche position und kündigungsrechte in der schweiz
Als Schweizer Geschäftskunde haben Sie klare Rechte, die sich auf das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und das Schweizer Obligationenrecht stützen.
Ihre rechtliche position
- Vertragliche Kündigungsfrist: Ihr Kündigung muss schriftlich mindestens 30 Tage vor Ablauf der laufenden Periode erfolgen. Dies ist die typische Frist bei Salesforce-Verträgen. Falls Ihr individueller Vertrag längere Fristen vorsieht, müssen Sie diese einhalten.
- Schriftformerfordernis: Eine Email an den Support zählt als schriftliche Mitteilung. Ein bloss interner Klick im Kundenportal reicht nicht aus, um eine Kündigung wirksam durchzusetzen.
- Keine automatische Verlängerung ohne Information: Das UWG verbietet unlautere Geschäftspraktiken. Salesforce muss Sie deutlich vor Vertragsende erinnern, wenn eine automatische Verlängerung ansteht.
- Datenherausgabe: Sie haben das Recht, Ihre Daten nach Vertragsende in einem gängigen Format zu exportieren. Salesforce muss Ihnen angemessene Zeit für den Datenexport geben.
Zuständige behörde bei streitigkeiten
Falls Salesforce Ihre Kündigung ablehnt oder Sie weiterhin in Rechnung stellt, können Sie sich an folgende Stellen wenden:
- Cantonal Consumer Authority (Kantonale Konsumentenschutzstelle): In Ihrem Kanton zuständig für Verbraucherbeschwerden.
- Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): Auf Bundesebene für Fragen zum UWG und Verbraucherschutz zuständig.
- Schlichtungsstelle: Viele Kantone bieten unabhängige Schlichtung ohne Gericht an.
Yafee hat sich spezialisiert darauf, Ihnen bei solchen Streitigkeiten die genaue Rechtslage zu erklären, damit Sie mit vollem Vertrauen in Ihre Position handeln können.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur kündigung von Salesforce
Folgen Sie diesem systematischen Ablauf, um Ihre Kündigung korrekt und rechtssicher abzuwickeln.
Schritt 1: daten sichern und vertragsdetails prüfen
Bevor Sie etwas unternehmen, sichern Sie Ihre Daten und dokumentieren Sie Ihren Vertragsstand.
- Melden Sie sich in Ihrem Salesforce-Konto an.
- Navigieren Sie zu Konto > Einstellungen > Abrechnung (oder Verwaltung > Vertragsdetails).
- Notieren Sie folgende Informationen:
- Vertragsnummer
- Aktuelles Paket und Anzahl Nutzer
- Nächstes Verlängerungsdatum
- Rechnungsadresse und E-Mail
- Laden Sie alle relevanten Rechnungen als PDF herunter und speichern Sie sie lokal.
- Exportieren Sie Ihre Kontakte, Berichte und Daten aus der Cloud als CSV- oder Excel-Dateien:
- Gehen Sie zu Reports > Data Export.
- Wählen Sie alle Objekte aus (Kontakte, Gelegenheiten, Konten, benutzerdefinierte Objekte).
- Starten Sie den Export und laden Sie die Dateien herunter.
- Machen Sie Screenshots vom aktuellen Paket, der Abrechnung und offenen Rechnungen zur Dokumentation.
Schritt 2: kündigungsfrist berechnen und datum setzen
Die Frist von 30 Tagen ist nicht verhandelbar. Berechnen Sie den korrekten Termin.
- Nehmen Sie das nächste Verlängerungsdatum aus Ihrem Vertrag (z.B. 15. Oktober 2025).
- Zählen Sie 30 Tage rückwärts (z.B. bis 15. September 2025).
- Dies ist Ihr Kündigungsstichtag. Sie müssen Ihre Kündigung bis zu diesem Datum einreichen.
- Um auf Nummer sicher zu gehen, reichen Sie die Kündigung mindestens 35-40 Tage vor Vertragsende ein.
- Markieren Sie sich im Kalender eine Erinnerung 45 Tage vor dem Verlängerungsdatum.
Yafee-Nutzer setzen sich oft eine Erinnerung bereits am ersten Tag des Kündigungsprozesses, um eilige Überraschungen zu vermeiden.
Schritt 3: schriftliche kündigungsmitteilung vorbereiten
Verfassen Sie eine formale schriftliche Mitteilung, die alle erforderlichen Angaben enthält.
- Öffnen Sie ein neues E-Mail-Dokument oder ein Textverarbeitungsprogramm.
- Verwenden Sie folgende Struktur und Inhalte:
- Betreffzeile: "Kündigung des Salesforce-Vertrags Nr. [Vertragsnummer]"
- Datum der Mitteilung
- Vollständiger Name und Titel des Unterzeichners
- Kundennummer und Firmennamen
- Genaue Vertragsnummer
- Gewünschtes Enddatum (z.B. "zum 15. Oktober 2025")
- Klare Aussage: "Ich/Wir künden hiermit den Vertrag fristgerecht zum [Datum]. Diese Kündigung erfolgt schriftlich gemäss Ihren Vertragsbedingungen."
- Ihre Kontaktdaten und Unterschrift (im Original handschriftlich, im Original-PDF digital signiert oder ausgedruckt und eingescannt)
- Speichern Sie das Dokument als PDF.
- Falls erforderlich, drucken Sie es aus, unterschreiben Sie es handschriftlich und scannen Sie es erneut ein.
Muster-Kündigungstext auf Deutsch:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Salesforce-Vertrag Nummer [XXX] für die Firma [Name] zum [Datum]. Die Kündigung erfolgt fristgerecht schriftlich gemäss Ihren Vertragsbedingungen. Bitte bestätigen Sie den Erhalt dieser Kündigung schriftlich.
Mit freundlichen Grüssen,
[Ihr Name und Unterschrift]"
Schritt 4: kündigung per E-Mail an Salesforce senden
Reichen Sie Ihre Kündigung auf dem schnellsten und dokumentiertesten Weg ein.
- Öffnen Sie ein neues E-Mail-Fenster in Ihrem Standard-E-Mail-Programm (Outlook, Gmail, Thunderbird).
- Kopieren Sie Ihre vollständige Kündigungsmitteilung in den Email-Textkörper (nicht nur als Anhang).
- Hängen Sie das PDF-Dokument als Dateianhang an.
- Senden Sie die E-Mail an [email protected] und an [email protected].
- Falls Sie eine Regionalvertretung in der Schweiz haben, senden Sie zusätzlich an die auf Ihrer Rechnung angegebene Kontaktadresse.
- Speichern Sie die E-Mail im Ordner "Gesendet" und machen Sie einen Screenshot der versandten Nachricht mit Zeitstempel.
- Wartet Sie auf eine Bestätigungsmail von Salesforce. Falls Sie diese nicht innerhalb von 5 Arbeitstagen erhalten, senden Sie eine Nachfrage.
Die E-Mail-Versand mit Zeitstempel ist rechtlich genauso wirksam wie ein Einschreiben und lässt sich leichter dokumentieren.
Schritt 5: kündigung auch im kundenportal registrieren
Zusätzlich zur E-Mail sollten Sie auch im Portal selbst einen Vermerk hinterlassen.
- Melden Sie sich in Ihrem Salesforce-Konto an.
- Gehen Sie zu Konto > Abrechnung > Verträge / Abonnements.
- Falls es einen Button "Kündigen" oder "Vertrag beenden" gibt, klicken Sie diesen und folgen Sie der Anleitung.
- Falls nicht vorhanden, erstellen Sie ein Support-Ticket über Hilfe > Service-Cloud und teilen Sie mit: "Kündigung eingereicht per E-Mail am [Datum]. Bestätigung erforderlich."
- Dokumentieren Sie die Ticket-Nummer.
Schritt 6: bestätigung und follow-up
Überwachen Sie die Bestätigung Ihrer Kündigung aktiv.
- Innerhalb von 3-7 Arbeitstagen sollten Sie eine Bestätigung erhalten, dass Ihre Kündigung eingegangen und akzeptiert ist.
- Falls Sie diese nicht erhalten, schreiben Sie eine E-Mail nach: "Nachfrage zu Kündigungsbestätigung - Contract Nr. [XXX]".
- Notieren Sie sich das Enddatum der Kündigung genau.
- Etwa 1 Woche vor Vertragsende wird möglicherweise noch Zugang zu den Daten gewährt, danach können diese in einen Archiv-Modus übergehen.
- Laden Sie all Ihre verbleibenden Daten noch einmal herunter, wenn Salesforce das anbietet.
Yafee nutzer machen sich gerne eine letzte Sicherung unmittelbar vor dem Kündigungsdatum, um sicherzustellen, dass keine wichtigen Informationen verloren gehen.
Was passiert nach der kündigung
Nachdem Ihre Kündigung verarbeitet wurde, sollten Sie wissen, was Sie erwartet und wie Sie handeln können, falls es Probleme gibt.
Zugriff und datenspeicherung nach vertragsende
Nach dem letzten Vertragstag wird Ihr Zugang typischerweise eingeschränkt:
- Unmittelbar nach Vertragsende können Sie sich noch anmelden, aber die meisten Funktionen sind gesperrt.
- Salesforce speichert Ihre Daten üblicherweise noch bis zu 30 Tage, damit Sie diese exportieren können.
- Nach dieser Frist werden die Daten gelöscht, es sei denn, Sie haben eine separate Aufbewahrungsvereinbarung getroffen.
- Sie haben das Recht, vor Ablauf dieser Frist alle Ihre Daten herunterzuladen und in Ihr neues System zu transferieren.
Beendigung wiederkehrender zahlungen
Überprüfen Sie Ihre Zahlungsmittel und Ihre Banktransaktionen:
- Kontrollieren Sie Ihre Kreditkarte oder Ihr Bankkonto. Nach dem Kündigungsdatum sollte keine weitere Rechnung von Salesforce kommen.
- Falls Sie noch eine Zahlungsanforderung erhalten, dokumentieren Sie diese mit Screenshot und senden Sie umgehend eine E-Mail an Salesforce: "Unberechtigte Zahlung nach Kündigungsdatum - bitte rückgängig machen."
- Fordern Sie eine schriftliche Bestätigung, dass Ihr Konto vollständig beendet wurde.
- Löschen Sie Salesforce als Zahlungsempfänger in Ihrem Online-Banking oder aus Ihren gespeicherten Zahlungsmitteln.
Rückerstattungen und guthaben
In vielen Fällen ist es möglich, Rückerstattungen für ungenutzten Service zu erhalten.
Wann sie anspruch auf rückerstattung haben
- Monatliche Verträge mit sofortiger Kündigung: Wenn Sie monatlich zahlen und sofort kündigen, können Sie anteilige Rückerstattung für die verbleibenden Tage beanspruchen.
- Jährliche Verträge mit rechtzeitiger Kündigung: Falls Ihr Jahresvertrag nicht vollständig genutzt wird und Sie vor Vertragsablauf kündigen, haben Sie möglicherweise Anspruch auf anteilige Rückerstattung.
- Guthaben aus Rabatten: Wenn Salesforce Ihnen Rabatten oder Gutscheine gewährt hat, die Sie nicht aufgebraucht haben, können diese transferiert oder zurückgegeben werden.
So fordern sie eine rückerstattung an
- Senden Sie eine E-Mail mit dem Betreff "Anfrage Rückerstattung - Vertrag [Nummer]" an [email protected].
- Geben Sie an:
- Ihre Vertragsnummer
- Das Kündigungsdatum
- Den genauen Betrag, den Sie zurückfordern (mit Berechnung)
- Die ursprüngliche Rechnungsnummer und das Zahlungsdatum
- Salesforce prüft dies intern und teilt mit, ob eine Rückerstattung möglich ist.
- Falls abgelehnt, können Sie argumentieren, dass das UWG (Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) Ihnen die Rückerstattung ungenutzter Leistung ermöglicht.
- Bei Ablehnung eskalieren Sie an die kantonale Verbraucherschutzstelle.
Yafee hilft Ihnen dabei, die genaue Rückerstattungssumme zu berechnen, damit Sie diese berechtigt fordern können.
Häufige fehler bei der kündigung von Salesforce
Es ist beruhigend zu wissen, dass die meisten Probleme vermeidbar sind, wenn Sie die häufigsten Fehler kennen und von vornherein vermeiden.
Fehler 1: nur interner klick statt schriftliche mitteilung
Manche nutzer klicken im Portal auf "Konto kündigen", denken dies sei genug, und schreiben keine E-Mail. Das reicht nicht. Salesforce zählt nur schriftliche Mitteilungen per E-Mail oder Brief als rechtsverbindlich.
Lösung: Schreiben Sie immer parallel eine formale E-Mail an [email protected] und an [email protected], auch wenn das Portal einen Button anbietet.
Fehler 2: zu späte einreichung
Viele Nutzer berechnen die 30-Tage-Frist falsch und reichen die Kündigung zu spät ein. Dann müssen Sie ein weiteres Jahr zahlen.
Lösung: Setzen Sie eine Erinnerung 45 Tage vor dem Verlängerungsdatum. Zählen Sie den 30-Tage-Zeitraum doppelt nach. Senden Sie die Kündigung, sobald Sie sicher sind.
Fehler 3: keine dokumentation der kündigung
Falls Salesforce behauptet, die Kündigung nicht erhalten zu haben, und Sie keinen Nachweis haben, haben Sie ein Problem.
Lösung: Speichern Sie Screenshots der versandten E-Mail mit Zeitstempel. Bewahren Sie jede Bestätigungsmail von Salesforce auf. Fordern Sie schriftliche Bestätigung an. Dokumentieren Sie alles im Dateiordner "Salesforce-Kündigung".
Fehler 4: daten nicht vorher exportiert
Nach Vertragsende sind Ihre Daten zwar noch kurzzeitig verfügbar, aber es ist stressig, unter Zeitdruck zu exportieren.
Lösung: Exportieren Sie alle Daten unmittelbar nach Kündigung, nicht erst am letzten Tag. Speichern Sie mehrere Kopien lokal und in einem Cloud-Backup (z.B. Nextcloud, Google Drive).
Fehler 5: automatische verlängerung nicht gestoppt
Selbst nach Kündigung zahlen manche Nutzer weiter, weil die Zahlungsermächtigung nicht aktiv gestoppt wurde.
Lösung: Überprüfen Sie Ihre gespeicherten Zahlungsmittel bei Ihrer Bank und deaktivieren Sie Salesforce als Zahlungsempfänger. Überwachen Sie Ihre Abrechnungsseite bis zum Kündigungsdatum aktiv.
Checkliste zur kündigung von Salesforce
Verwenden Sie diese Checkliste, um sicherzustellen, dass Sie keinen Schritt vergessen.
| Aufgabe |
Status |
Datum erledigt |
| Vertragsdetails notieren (Nummer, Laufzeit, Verlängerungsdatum) |
☐ |
|
| Kündigungsfrist berechnen (30 Tage vor Vertragsende) |
☐ |
|
| Alle Daten exportieren (Kontakte, Berichte, benutzerdefinierte Objekte) |
☐ |
|
| Rechnungen als PDF speichern |
☐ |
|
| Schriftliche Kündigungsmitteilung verfassen und unterzeichnen |
☐ |
|
| E-Mail an [email protected] und [email protected] senden |
☐ |
|
| Screenshot der versandten E-Mail speichern (mit Zeitstempel) |
☐ |
|
| Bestätigung von Salesforce abwarten (bis zu 7 Tage) |
☐ |
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| Kündigung auch im Kundenportal dokumentieren (Support-Ticket) |
☐ |
|
| Nach Kündigungsdatum: Keine weiteren Zahlungen kontrollieren |
☐ |
|
| Rückerstattungsanfrage einreichen (falls zutreffend) |
☐ |
|
| Zahlungsmittel bei Bank deaktivieren |
☐ |
|
Kontaktadressen und eskalationswege
Falls Ihre Kündigung nicht akzeptiert wird oder Sie noch Gebühren berechnet bekommen, müssen Sie wissen, an wen Sie sich wenden.
Primäre kontaktadressen von Salesforce
- E-Mail-Support: [email protected]
- Rechtliche Mitteilungen: [email protected]
- Adresse für schriftliche Kündigung (Zurich, Schweiz): Salesforce Switzerland GmbH, Technikumstrasse 21, 8400 Winterthur, Switzerland
- Adresse für juristische Mitteilungen (historischer Sitz): Salesforce EMEA Ltd., registered office in Morges, Switzerland
- Kundenservice-Portal: help.salesforce.com (mit Ticket-System)
Behörden und ombudsstellen bei problemen
- Kantonale Konsumentenschutzstelle: In Ihrem Wohnkanton. (Adresse auf der Website des Kantons)
- Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): Effingerstrasse 27, 3003 Bern, Switzerland | www.seco.admin.ch | Zuständig für UWG-Verstösse und Verbraucherschutz
- Schlichtungsstelle für Verbraucherfragen: Viele Kantone bieten kostenlose Mediation an.
- Anwalt oder Rechtsbeistand: Falls nötig, konsultieren Sie einen Anwalt für Vertragsrecht in Ihrem Kanton.
Zusammenfassung und nächste schritte
Die Kündigung von Salesforce in der Schweiz ist rechtlich klar geregelt, erfordert aber genaue Planung und Dokumentation. Sie müssen schriftlich kündigen, die 30-Tage-Frist einhalten, Ihre Daten vorher exportieren und die Kündigungsbestätigung sichern. Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) schützt Sie vor unberechtigten Weiterzahlungen, und die kantonalen Behörden unterstützen Sie bei Streitigkeiten.
Falls Sie unsicher sind, ob Ihr Vertrag wirklich zu teuer ist oder ob ein Tarifwechsel günstiger wäre, lohnt sich eine genaue Analyse vorher. Yafee hat tausende von Nutzern bei der Analyse ihrer Verträge unterstützt und kann Ihnen aufzeigen, ob eine Kündigung oder ein Downgrade die bessere Lösung ist. Mit der systematischen Checkliste oben vermeiden Sie die häufigsten Fehler und dokumentieren jeden Schritt rechtssicher. Yafee steht Ihnen auch nach der Kündigung zur Seite, falls Probleme mit Weiterzahlungen auftauchen.
Beginnen Sie noch heute: Notieren Sie Ihr Verlängerungsdatum, berechnen Sie die Kündigungsfrist und exportieren Sie Ihre Daten. Mit dieser Vorbereitung wird Ihre Kündigung ein reibungsloses Verfahren. Yafee hat bereits tausende von Konsumenten dabei geholfen, ihre Abos zu kündigen und unnötige Kosten zu sparen. Nutzen Sie auch Sie diese bewährte Methode und dokumentieren Sie jeden Schritt genau.