Fit Fast kündigen in der schweiz: rechtssicher und in 3 schritten
Was Fit Fast ist und warum die kündigung rechtlich wichtig wird
Fit Fast ist keine klassische Fitnessstudio-Kette, sondern eine Intervallfasten-App mit automatischem Abo-Modell. Viele Nutzer bemerken erst nach der ersten Belastung auf ihrer Kreditkarte, welche automatischen Verlängerungsbedingungen sie akzeptiert haben. Genau hier beginnt der Frust: fehlende Transparenz bei der Anmeldung, automatische Abzüge ohne klare Vorwarnung und ein Kündigungsprozess, der absichtlich schwer zu finden ist.
Bei Yafee helfen wir Schweizer Verbrauchern, ihre Abos rechtssicher zu beenden. Diese Anleitung zeigt dir, wie du Fit Fast in der Schweiz kündest, welche Rechte dir das Schweizer Konsumentenschutzrecht gibt und wie du typische Fallen vermeidest.
Das geschäftsmodell: wiederkehrendes abo mit automatischer verlängerung
Fit Fast verdient Geld durch wiederkehrende Abozahlungen. Das heisst: Du zahlst regelmässig für den Zugang zur App, und das Abo verlängert sich automatisch, wenn du die automatische Verlängerung nicht vorher deaktivierst. Nach Schweizer Recht ist diese automatische Verlängerung zulässig, aber nur unter strikten Bedingungen: Der Dienst muss diese Verlängerung klar ankündigen und dir muss es einfach fallen, sie zu deaktivieren.
Das Problem: Fit Fast macht beides nicht optimal. Die Bedingungen sagen zwar «Die Abonnements laufen automatisch weiter», aber der Kündigungsweg ist versteckt und für viele Nutzer unverständlich. Das verstösst gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Artikel 3 Buchstabe a, das Praktiken verbietet, die das Vertrauen des Durchschnittskonsumenten missbrauchen.
Fit Fast in der schweiz: verfügbarkeit und support
Fit Fast erreichst du unter de.fitfast.com. Der technische Support antwortet per E-Mail ([email protected]) oder über den Chat in der App. Ein Telefon-Support ist nicht vorhanden. Für Schweizer Kunden ist wichtig: Die Preise sind in Schweizer Franken (CHF) ausgewiesen, und Schweizer Recht gilt für den Vertrag. Bei Problemen mit der Kündigung kannst du die Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) einschalten, die für Konsumentenschutz in der Schweiz zuständig ist.
Fit Fast-Abos in der schweiz: preise und laufzeiten
Fit Fast bietet drei Abostufen an, jede mit einer anderen Laufzeit und automatischen Verlängerung.
| Abostufe |
Preis (CHF) |
Laufzeit |
Automatische Verlängerung |
| Monatlich |
CHF 22.99 |
1 Monat |
Ja, monatlich |
| Dreimonatlich |
CHF 44.99 |
3 Monate |
Ja, nach 3 Monaten |
| Jährlich |
CHF 69.99 |
12 Monate |
Ja, nach 12 Monaten |
Der monatliche Plan ist der teuerste pro Monat (CHF 22.99 × 12 = CHF 275.88 pro Jahr), aber der flexibelste. Der Jahresplan kostet CHF 69.99 einmalig und ist deutlich günstiger. Nach einer Kündigung behältst du Zugang bis zum Ende deiner Abrechnungsperiode - danach verlierst du den Zugriff auf alle Premium-Funktionen.
Deine rechtliche position in der schweiz
Als Schweizer Konsument hast du starke Rechte, wenn es um automatische Abos und versteckte Kündigungswege geht. Diese Rechte kommen aus drei Quellen: dem Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), dem Obligationenrecht (OR) und der Schweizer Rechtspraxis.
Das bundesgesetz gegen den unlauteren wettbewerb (UWG) und deine rechte
Das UWG schützt dich vor unlauteren Geschäftspraktiken. Artikel 3 Buchstabe a verbietet Praktiken, die dein Vertrauen als Konsument gezielt missbrauchen. Das gilt speziell für drei Dinge:
- Unklare Bedingungen bei der Anmeldung: Wenn Fit Fast nicht deutlich macht, dass das Abo sich automatisch verlängert, verstösst das gegen das UWG.
- Versteckte Kündigungswege: Wenn du die automatische Verlängerung nicht mit demselben Aufwand deaktivieren kannst wie du das Abo abgeschlossen hast, ist das verboten.
- Dunkle Muster (Dark Patterns): Wenn die Oberfläche dich aktiv zum Weiterzahlen anregt und die Kündigung versteckt, ist das unlauterer Wettbewerb.
Deine rechtliche Position: Du kannst von Fit Fast verlangen, dass die automatische Verlängerung sofort beendet wird. Du kannst auch Schadensersatz fordern, wenn du Geld durch undurchschaubare Praktiken verloren hast. Die Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) kann eine Untersuchung einleiten und Fit Fast verbieten, diese Praktiken zu wiederholen.
Das obligationenrecht (OR) und kündigungsfristen
Das Schweizer Obligationenrecht (Artikel 21 OR) sagt: Bei unbefristeten Abos oder Verträgen kann jede Seite mit einer angemessenen Frist kündigen. Bei befristeten Abos wie deinem Fit Fast-Abo muss die Kündigung vor dem Ende der Laufzeit eingehen. Eine monatliche Kündigung muss also vor dem letzten Tag des Monats eingehen.
Fit Fast muss diese Kündigung akzeptieren und darf keine Strafgebühren verlangen. Vorsicht: Fit Fast wird dir sagen, dass die Kündigung 14 Tage vorher eingehen muss. Das ist Fit Fast-hausgemacht, nicht Schweizer Recht. Das tatsächlich anwendbare Recht ist das OR, und das ist milder.
So kündigst du Fit Fast richtig: drei schritte
Die Kündigung von Fit Fast hängt davon ab, wo du das Abo abgeschlossen hast. Hast du es über die App Store oder Google Play gekauft, musst du dort kündigen. Hast du es direkt über de.fitfast.com gekauft, kündigst du im Konto.
Schritt 1: überprüfe, wo dein abo läuft
Bevor du kündigst, musst du wissen, welche Plattform dein Abo verwaltet. Das ist entscheidend, weil ein falscher Kündigungsweg deine Kündigung ungültig machen kann.
- Öffne die Fit Fast-App und gehe zu deinem Profil oder Konto.
- Suche nach einer Sektion mit dem Namen «Mein Abo», «Abonnement» oder «Zahlungsmethode».
- Schaue nach, ob dort eine Apple-, Google- oder Fit Fast-Zahlungsmethode angegeben ist.
- Überprüfe auch deine E-Mail: Apple und Google senden dir Bestätigungsmails, auf denen steht, dass dein Abo «in App Store» oder «in Google Play» läuft.
- Mache einen Screenshot deines aktuellen Abostatus. Das ist dein Beweis, falls es später Streit gibt.
Schritt 2: kündige über die richtige plattform
Jetzt kündigst du dort, wo dein Abo tatsächlich läuft. Es gibt drei mögliche Wege:
Wenn du über den app store (Apple) abgeschlossen hast
- Öffne die App Store-App auf deinem iPhone oder iPad.
- Tippe auf dein Profil-Icon oben rechts.
- Wähle «Abos verwalten».
- Suche «Fit Fast» in der Liste und tippe darauf.
- Tippe auf «Abo beenden» oder «Automatische Verlängerung ausschalten».
- Bestätige die Kündigung in der Meldung, die erscheint.
- Du erhältst sofort eine Bestätigung. Mache einen Screenshot.
Wenn du über google play (Android) abgeschlossen hast
- Öffne die Google Play-App auf deinem Android-Telefon.
- Tippe oben links auf dein Profil-Icon.
- Gehe zu «Zahlungen und Abos» und dann zu «Meine Abos».
- Suche «Fit Fast» und tippe darauf.
- Tippe auf «Abo kündigen».
- Folge der Anleitung bis zum Ende. Bestätige deine Kündigung.
- Google Play sendet dir eine Bestätigung per E-Mail.
Wenn du direkt auf de.fitfast.com abgeschlossen hast
- Gehe zu de.fitfast.com und melde dich in deinem Konto an.
- Suche die Sektion «Mein Abo» oder «Kontoeinstellungen».
- Dort findest du einen Schalter mit der Beschreibung «Automatische Verlängerung» oder «Abo verlängern».
- Schalte diesen Schalter AUS.
- Das System muss dir eine Bestätigung zeigen, dass die Kündigung wirksam ist.
- Mache einen Screenshot. Schreibe auch die Bestätigungsnummer auf, wenn es eine gibt.
- Wenn du kein Bestätigungsfeld siehst, schreib eine E-Mail an [email protected] mit dem Betreff «Kündigung meines Fit Fast-Abos» und deiner genauen Kundennummer. Speichere deine E-Mail.
Schritt 3: speichere deine kündigungsbestätigung
- Speichere die Bestätigungs-E-Mail oder den Screenshot, den du erhalten hast.
- Speichere auch den Kündigungsdatum und die Uhrzeit, zu der du gekündigt hast.
- Wenn möglich, mache einen Screenshot deines Abos, auf dem steht, dass es gekündigt ist oder dass die automatische Verlängerung ausgeschaltet ist.
- Speichere alles in einem Ordner oder einer Cloud. Das ist dein Beweis, falls Fit Fast die Kündigung bestreitet und später noch abbucht.
Was passiert nach deiner kündigung
Nach der Kündigung gilt: Du behältst Zugang zur App bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums. Dann verlierst du den Zugriff auf alle Premium-Funktionen. Deine Daten (Fasten-Tagebuch, Fortschritte) können gelöscht werden - das hängt von Fit Fast's Datenschutzrichtlinie ab.
Wichtig: Fit Fast darf dich nach der Kündigung nicht nochmal belasten. Wenn doch, hast du das Recht, den Betrag zurückzufordern plus Verzugszinsen (5 Prozent pro Jahr nach Schweizer Recht).
Was du nach der kündigung noch tun solltest
- Überprüfe deine Kontoauszüge oder Kreditkartenabrechnung in den nächsten zwei Monaten. Wenn Fit Fast nochmal abbucht, protestiere sofort.
- Wenn deine Bank oder dein Kartenhersteller dich fragt, bestätige, dass du das Abo gekündigt hast und berechtigt bist, den Betrag zurückzufordern.
- Yafee hilft Schweizern regelmässig bei solchen Rückforderungen. Falls du Probleme hast, kannst du uns kontaktieren.
Rückforderung von geld nach der kündigung
Hast du für einen Monat oder einen Zeitraum bezahlt, den du nicht mehr nutzt, kannst du Geld zurückfordern. Das Recht auf Rückerstattung hängt davon ab, wann du gekündigt hast.
Wann Fit Fast dir geld zurückgeben muss
- Du hast im Testmonat gekündigt und der Testmonat wurde dir nicht klar kommuniziert: Du kannst die volle Summe zurückfordern. Das UWG schützt dich vor versteckten Testphasen.
- Du hast gekündigt, aber Fit Fast bucht nochmal ab: Du kannst den Betrag sofort zurückfordern plus 5 Prozent Verzugszinsen pro Jahr.
- Du hast gekündigt und hast noch volle Wochen Zugang: Das ist dein Pech - das Schweizer Mietrecht gilt für Abos nicht. Fit Fast berechnet dir die ganze Periode bis zum Ende des Monats oder des Vierteljahrs.
So forderst du geld zurück
- Schreib eine E-Mail an [email protected] mit dem Betreff «Rückforderung: Unerlaubte Abbuchung nach Kündigung».
- Erkläre, wann du gekündigt hast, und gib den genauen Betrag an, den du zurück haben möchtest.
- Hänge deinen Screenshot oder die Kündigungsbestätigung an.
- Gib Fit Fast 14 Tage Zeit, zu antworten. Wenn Fit Fast nicht antwortet oder die Forderung ablehnt, eskaliere zu Yafee oder zur SECO.
Häufige fallen beim kündigen von Fit Fast
Die gute Nachricht: Eine rechtmässige Kündigung ist endgültig. Die schlechte Nachricht: Fit Fast macht es dir absichtlich schwer, diesen Punkt zu erreichen.
Falle 1: der falsche kündigungsweg
Die häufigste Falle ist, dass du über die falsche Plattform kündigst. Wenn du über den App Store gekauft hast und versuchst, im Fit Fast-Konto zu kündigen, wird das ignoriert. Fit Fast wird dir später sagen: «Deine Kündigung war ungültig», und bucht weiter ab. Lösung: Überprüfe vor der Kündigung akribisch, wo dein Abo tatsächlich läuft.
Falle 2: die versteckte kündigungsfrist
Fit Fast sagt dir, dass die Kündigung mindestens 14 Tage vorher eingehen muss. Das ist nicht in Schweizer Recht verankert. Das Obligationenrecht sagt: Eine Kündigung eines monatlichen Abos muss im laufenden Monat eingehen. Trick von Fit Fast: Sie zählen ab dem Tag der Kündigung, nicht vom Ende des Monats. Kündigungs am 20. eines Monats? Fit Fast sagt, die Frist läuft am 4. des nächsten Monats ab, nicht am 30. des aktuellen. Lösung: Kündigte immer am Anfang deines Abrechnungsmonats, dann hast du die meiste Zeit.
Falle 3: der «Rückgängigmachen»-Button
Nach der Kündigung zeigt Fit Fast dir oft einen Button mit dem Text «Abo reaktivieren» oder «Kündigung rückgängig machen». Das ist ein dunkles Muster. Klicke nicht drauf, wenn du wirklich kündigen willst. Manche Nutzer akzeptieren die Kündigung nicht vollständig, weil sie diesen Button sehen und glauben, es gebe noch eine Chance. Es gibt keine.
Falle 4: die E-Mail-Bestätigung, die nicht kommt
Fit Fast sendet dir manchmal nicht automatisch eine E-Mail-Bestätigung der Kündigung. Das ist problematisch, weil du später keinen Beweis hast. Lösung: Mache immer einen Screenshot unmittelbar nach der Kündigung. Wenn Fit Fast 48 Stunden später nicht per E-Mail bestätigt hat, schreib selbst eine E-Mail an [email protected] und fasse zusammen, was du getan hast. Damit erzwingst du schriftliche Bestätigung von Fit Fast.
Checkliste vor und nach der kündigung
| Schritt |
Vor der Kündigung |
Nach der Kündigung |
| Ort überprüfen |
Ja: App Store, Google Play oder Web? |
- |
| Screenshot machen |
Ja: Aktuelles Abo und Preis |
Ja: Kündigungsbestätigung |
| Kündigen |
- |
Ja: Über die richtige Plattform |
| Bestätigung erhalten |
- |
Ja: E-Mail oder Screenshot speichern |
| Kontoauszug überprüfen |
- |
Ja: Nach 2 Wochen und nach 2 Monaten |
| App löschen (optional) |
- |
Ja: Um Versuchungen zu vermeiden |
Alternativen zu Fit Fast in der schweiz
Wenn du merkst, dass Fit Fast nicht das Richtige für dich ist, gibt es andere Intervallfasten-Apps und Fitness-Plattformen mit transparenterem Abo-Modell.
| App / Dienst |
Schwerpunkt |
Schweizer Abo-Preis |
Kündigungsweg |
| MyFitnessPal Premium |
Ernährung, Kalorien, Fasten |
CHF 59.99 pro Jahr |
Einfach: App Store oder Google Play |
| Lifesum |
Ernährung, Fasten, Gewicht |
CHF 99 pro Jahr |
App Store oder Google Play |
| Noom |
Verhaltenstraining, Gewicht |
CHF 60-80 pro Jahr |
Web-Konto, einfache Kündigung |
| Kostenlose Alternativen |
Basis-Tracking |
Kostenlos |
Keine Kündigung nötig |
MyFitnessPal Premium ist deutlich günstiger als Fit Fast (CHF 59.99 vs. CHF 69.99) und hat eine bessere Bewertung für Transparenz. Noom kostet ähnlich viel, setzt aber auf psychologische Unterstützung statt technisches Tracking.
Deine nächsten schritte mit yafee
Das Kundenverhalten bei Fit Fast ist nicht zufällig kompliziert - es ist Geschäftsstrategie. Yafee hilft Schweizern seit Jahren, solche Abos rechtssicher zu beenden und Geld zurückzufordern.
Wenn du Fit Fast kündigen möchtest, folge diesen drei Schritten:
- Überprüfe, auf welcher Plattform dein Abo läuft (App Store, Google Play oder Web).
- Kündigte über dieselbe Plattform und speichere die Bestätigung.
- Überprüfe deine Kontoauszüge in den nächsten zwei Monaten. Wenn etwas schiefgeht, dokumentiere es und kontaktiere Yafee.
Yafee hat Tausenden Schweizer Konsumenten geholfen, versteckte Abos zu kündigen und unerlaubte Abbuchungen zurückzufordern. Besuche yafee.com, um mehr über deine Rechte zu erfahren oder eine Konsultation zu buchen. Mit Yafee an deiner Seite wissen die Unternehmen, dass du es ernst meinst.
Kontaktdaten für die kündigung und reklamationen
Hier sind alle Kontaktwege für Fit Fast und die relevanten Schweizer Behörden:
| Kontakt |
Adresse / E-Mail |
Für was |
| Fit Fast-Support |
[email protected] |
Kündigung, Rückforderung, Fragen |
| Fit Fast Web |
de.fitfast.com |
Kündigung über Webkonto |
| SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) |
[email protected] |
Beschwerde über Konsumentenschutz-Verstösse |
| Yafee-Konsultation |
yafee.com |
Juristische Hilfe beim Kündigen und Rückforderung |
Deine Rechte als Schweizer Konsument sind stärker, als Fit Fast dir zeigen will. Mit dieser Anleitung und der Unterstützung von Yafee schliessest du dein Abo rechtssicher und nachvollziehbar. Die automatische Verlängerung endet, sobald du sie deaktivierst - und das ist dein gutes Recht.